Hoher Krankenstand bei Polizei in NWR
Etwa jeder fĂŒnfte Beamte war 2008 mehr als sechs Wochen auĂer Gefecht
Bielefeld. Die schwarz-gelbe Landesregierung in NRW singt ein hohes Lied auf die innere Sicherheit. In Wirklichkeit hinken ihre operativen KrĂ€fte aber oft hinterher. Viele sind angeschlagen. Stress und Ăberalterung sowie aggressive und gewalttĂ€tige BĂŒrger machen der Polizei stark zu schaffen. Etwa jeder fĂŒnfte Beamte in NRW war im vergangenen Jahr deshalb lĂ€nger als sechs Wochen arbeitsunfĂ€hig. Die hohen KrankenstĂ€nde gehen aus einer Aufstellung des Innenministeriums hervor. Danach waren in der Kreispolizeibehörde Höxter 22 Prozent der Beamten lĂ€nger als sechs Wochen krank gemeldet. In OWL sind die Beamten der Kreispolizeibehörde Minden am kernigsten - nur 7 Prozent pausierten dort lĂ€nger als sechs Wochen mit einem gelben Schein. Die Polizeigewerkschaften schlagen nun Alarm. Zusammen mit den GrĂŒnen fordern sie ein “besseres Gesundheitsmanagement”. Im NRW-Innenministerium sieht man sich hingegen gut gewappnet. Der Schichtdienst solle in Zukunft flexibler gestaltet werden. sagte ein Sprecher. Die Statistik sei nicht mehr aussagefĂ€hig. Denn Polizisten im AuĂendienst mĂŒĂten auch bei kleinen Verletzungen lĂ€nger pausieren.
Quelle: NW, 29.10.09